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Immuntherapie bei Krebs, Alzheimer,
Multipler Sklerose und weiteren Krankheitsbildern

Behandlung von Krebserkrankungen mit dendritischen Zellen

Bei der Immuntherapie mit dendritischen Zellen wird eine Untergruppe der weißen Blutzellen (Monozyten) über eine Blutentnahme gewonnen. Im Reinraumlabor werden diese Monozyten mithilfe zellulärer Botenstoffe zu antigenpräsentierenden Zellen, den monozytäten dendritischen Zellen, ausdifferenziert.

Die noch unreifen dendritischen Zellen werden zusätzlich auf den Krebs aufmerksam gemacht, indem sie mit abgetöteten Tumorzellen oder Tumorantigenen in Kontakt gebracht werden. Nach 7 Tagen werden dem Patienten die aktivierten dendritischen Zellen mit einer Injektion zurückgespritzt.

In einigen Fällen kann es zu grippeähnlichen Nebenwirkungen kommen, die nach kurzer Zeit problemlos abklingen.
Die Basisimmunisierung wird viermal im Abstand von 4-5 Wochen durchgeführt. Eine weiterführende Behandlung in größeren Zeitabständen ist in vielen Fällen sinnvoll.

Behandlung von Autoimmunerkrankungen und degenerativen Erkrankungen

Ausbleibende oder überschießende Immunantworten können chronische Entzündungsreaktionen und Autoimmunerkrankungen hervorrufen. Mit sogenannten toleranzinduzierenden (TOM) und regenerativen Makrophagen (REM) können solche Ungleichgewichte im Immunsystem therapiert werden.

Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus, entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Sklerodermie u.v.m.

Die sogenannten toleranzinduzierenden Makrophagen sollen überschießende Immunantworten durch B- und T-Zellen mildern. Sie wurden bei Autoimmunerkrankungen wie der Sklerodermie, Vaskulitiden wie dem Morbus Wegner, dem Sjörgren-Syndrom, Lupus erythematodes, dem Diabetes mellitus und der Collitis ulcerosa in klinischen Heilversuchen und zur Toleranzinduktion nach allogener Nierenlebendtransplantation erfolgreich eingesetzt.

Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson und Alzheimer

Die regenerativen Makrophagen zeichnen sich durch ihre antientzündliche Wirkung aus. Durch Freisetzung von Wachstumsfaktoren können sie die Gefäßneubildung fördern. Diese Eigenschaft wurde schon erfolgreich bei der koronaren Minderdurchblutung oder bei Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit im Stadium III und IV unter Beweis gestellt. Darüber hinaus werden sie zur Behandlung unterschiedlicher neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Parkinson, der amyotrophen Lateralsklerose und Morbus Alzheimer klinisch eingesetzt.